Chronik

Verfasser: Dr. Alfred Osthof
am 28.12.2017 aktualisierte Version


Vor der Vereinigung

Die Schachvereinigung wurde am 21. 3. 1946 aus zwei Offenburger Schachvereinen gebildet, Die Schachgesellschaft war 1924 gegründet worden und gehörte zu den ersten dreißig Vereinen des Oberrheinischen Schachverbands. In ihr trafen sich Kaufleute, Beamte und leitende Angestellte. Der Schachklub entwickelte sich ab 1922 aus einer Abteilung des Turn - und Sportvereins Offenburg, eines Arbeitersportvereins. Er war anfangs dem Schachverband nicht angeschlossen. Als Verein ist er seit 1930 und als Mitglied des Schachverbands seit 1935 nachweisbar. Die Schachgesellschaft war bekannter und erfolgreicher. Ihr Vorsitzender war von 1930 bis 1945 der Gymnasialprofessor Max Dischler, Problemkomponist und Leiter des Schachbezirks Offenburg. Sportlich erfolgreich war insbesondere der Mediziner Dr. Platz aus Köln, kurze Zeit am Offenburger Krankenhaus tätig. Er belegte 1932 beim Oberrheinischen Schachkongress in Freiburg den dritten Platz, punktgleich mit dem Karlsruher Erich Barnstedt.

Erfolgreicher Anfang

Nach dem Zusammenschluss wurde Offenburg für einige Jahre eine Hochburg des badischen Schachlebens

Zwischen Oberliga und Landesliga

Zu dieser Zeit erlebte die Schachvereinigung Offenburg einen sportlichen Aufschwung. Fast ein Jahrzehnt hatte sie trotz bewährter Kräfte wie Erich Barnstedt, Reinhard Litterst und Dieter Barnstedt sowie nachdrängender Leistungsträger wie Roland Günther und Reinhard Schmider ihren Platz zwischen Oberliga und Landesliga nicht gefunden. Nach jedem Aufstieg folgte der sofortige Abstieg. In der 1970 gegründeten Verbandsliga konnte sich die Schachvereinigung vier Jahre in der unteren Tabellenhälfte halten.

1973 traten mit Hans Jörg Schiegl und 1974 mit Alfred Osthof zwei Verstärkungen der Schachvereinigung bei. Mit ihrem erfolgreichen Spiel an den Spitzenbrettern legten sie die Grundlage für den Aufstieg in die Oberliga. Die Klasse konnte im nächsten Jahr verteidigt werden, weil Dieter Barnstedt als weitere Verstärkung vom Bundesligisten Mannheim - Lindenhof heimkehrte. Die Mannschaft war aber schon überaltert; sie brauchte einen Neuaufbau.

Bis 1983 mußte sie sich, abgesehen von dem Oberligajahr 1980/81,mit der Verbandsliga begnügen. Deutlich verjüngt wurde 1982/83 erneut der Aufstieg erkämpft. Aus der alten Oberligamannschaft waren nur noch Dieter Barnstedt, Alfred Osthof und Roland Schmider dabei. Hinzu kamen die jungen Spieler Horst Deichelbohrer, Michael Horn, Jürgen Döserich, Uwe Rauch, Gotthard Wirth und Mathias Fink. Mit diesem Spielerstamm, zu dem bald noch Bernhard Herlemann stieß, wurde die Oberliga von 1983/84 bis 1987/88 fünf Jahre lang verteidigt.

Dabei wurde Gotthard Wirth zum Spitzenspieler: 1986 gewann er den badischen Schachpokal, 1987 wurde er Dritter der badischen Meisterschaft - zwei Erfolge, wie sie kein Spieler der Schachvereinigung Offenburg nach Erich Barnstedt mehr erzielt hatte.

In den Jahren nach 1989 konnte dieser Leistungsstand nicht gehalten werden, weil einige Spieler wegen ihres Studiums fehlten (Gotthard Wirth, Jürgen Döserich) und andere wegzogen (Horst Deichelbohrer, Matthias Fink).

Nach wiederholtem Abstieg in die Landesliga gelang 1998 der Wiederaufstieg in die Verbandsliga mit einem überlegenem Gruppensieg. Dieser Erfolg wurde in den nächsten Jahren bestätigt mit jeweils dem 4. Platz in der Verbandsliga in den Spieljahren 1998/1999 und 1999/2000. Beigetragen haben dazu nicht nur die bewährten Kräfte Gotthard Wirth, Alfred Osthof, Uwe Rauch, Jürgen Döserich, Dieter Barnstedt und Bernhard Herlemann, sondern auch die Verstärkungen Paul Mangei, Dominik Schneider, Hans-Jörg Drewello, Klaus Trahasch und Olaf Krause. So war es möglich, immer eine ausgeglichenene Mannschaft aufzustellen und fehlende Spieler gleichwertig zu ersetzen.

Vereinsjubiläum

75 Jahre nach der Gründung der Schachgesellschaft feierte die Schachvereinigung Offenburg selbstbewußt ihr Jubiläum. Dem neuen Vorstand mit dem Vorsitzenden Uwe Rauch war es 1997 gelungen, den Schachabend in den großen Aufenthaltsraum des Technischen Gymnasiums Offenburg zu verlegen. Das belebte die Vereinsabende, förderte die Jugendarbeit und ermöglichte es, auch wieder Veranstaltungen für den Schachbezirk Ortenau zu übernehmen. Dieser "Öffnung" entsprach es, das Jubiläum mit einem großen Turnier am 27. 06.1999 zu feiern. Es war ein Schnellschachturnier über 11 Runden mit ansehnlichen Geldpreisen, das auch stärkere Spieler aus der weiteren Umgebung anzog. Sieger wurde IM Heinz Fuchs aus Untergrombach vor den weiteren internationalen Meistern Igor Solomunovic, Tamas Horvath und Mikail Kekelidse. Uwe Rauch, Alfred Osthof und Dieter Barnstedt von der Schachvereinigung Offenburg spielte lange in der Spitze mit und belegten am Ende die Plätze 11, 12 und 15 bei 84 Teilnehmern.





Annalen:

1. Erich-Barnstedt-Gedenkturnier

Die Schachvereinigung Offenburg veranstaltet jährlich nach der Sommerpause das Erich-Barnstedt-Gedenkturnier. Gespielt wird an einem Tag - neun Runden mit verkürzter Bedenkzeit. Das Turnier erinnert an unseren verdienten Schachfreund. Er war Mitbegründer der Schachvereinigung, förderte sie in jeder Weise und war 50 Jahre lang aktives Mitglied. Nach 75-jähriger Mitgliedschaft im Schachverband starb er am 27.12.1996. Erich Barnstedt war Ehrenvorsitzender der Schachvereinigung Offenburg, Ehrenmitglied des Badischen Schachverbands und Inhaber des Sportehrenbriefs der Stadt Offenburg. Sein traditionelles Geburtstagsturnier, bei dem er immer selbst mitspielte, wird seit 1997 als Gedenkturnier fortgeführt. Sieger waren bisher:



2. Vereinsmeister

Vor der Gründung der Schachvereinigung wurden sieben Stadtmeisterschaften ausgetragen. Stadtmeister wurden:


Erich Sachs kam vom Schachklub und wird dort auch schon Vereinsmeister gewesen sein. Aus der Zeit nach dem Zusammenschluß bis 1970 sind bisher auch nur einige Vereinsmeister bekannt.




Erich Barnstedt wurde in der Zeit bis 1970 noch mehrmals Vereinsmeister. Auch Roland Günther dürfte den Titel wiederholt gewonnen haben. Das ist noch aufzuklären.

Nach 1970 wurde die Meisterschaft nicht in jedem Jahr ausgespielt. Die Liste der Vereinmeister ist aber vollständig.




3. Vereinsvorsitzende der beiden Vorvereine

a) Schachgesellschaft
b) Schachklub

4. Vorsitzende der Schachvereinigung waren:

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